Erfolgreiche Kinder – 5 Tipps um das Selbstwertgefühl bei Kindern zu stärken

Selbstwertgefühl bei Kindern stärkenErfolg ist wichtig in unserem Leben. Wir alle möchten erfolgreich sein, und wir möchten erfolgreiche Kinder haben. Doch wie geht das ohne die Kinder zu überfordern? In diesem Text geht es nicht darum unsere Kinder (noch) erfolgreicher im Leistungsbereich zu machen sondern um Möglichkeiten, Kinder durch kleine, alltägliche Erfolgserlebnisse zu stärken.

Mit einfachen Methoden helfen Sie Ihren Kindern in allen Lebensbereichen das Leben erfolgreich zu meistern!

Erfolgserlebnisse stärken unser Selbstwertgefühl

Wir Menschen brauchen Erfolgserlebnisse als Orientierungshilfe und als Feedback (es gelingt, also bin ich auf dem richtigen Weg). Vor allem aber brauchen wir Erfolgserlebnisse als Rückmeldung für unser Selbstwertgefühl. Wenn uns etwas gelingt, erfüllt uns das zu Recht mit Stolz und wir verdienen Anerkennung. Durch Erfolg und Misserfolg können wir bzw. kann das Kind herausfinden, was es gut kann oder was weniger gelingt. Das bedeutet:

Erfolgserlebnisse machen deutlich, welche Stärken man hat.


Video 1 – Selbstwertgefühl bei Kindern stärken

Kinder und Jugendliche mitwirken lassen

„Kinder und Jugendliche können ihr Selbstwertgefühl erhöhen, wenn sie sich als Teil einer Gemeinschaft erleben, wenn sie einen Beitrag für andere leisten dürfen und den Eindruck haben, dass ihre Familie, die Klasse oder die Umwelt durch sie ein Stückchen besser wird. Wie Eltern ihren Kindern diese Erfahrungen ermöglichen können, zeigt das Video mit dem kleinen Biber.“


Video 2 – Selbstwertgefühl bei Kindern stärken

Kindern aktiv zuhören

„Ob Kinder ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln hängt wesentlich davon ab, ob sie sich von ihren Eltern verstanden und angenommen fühlen. Aktives Zuhören spielt dabei eine wichtige Rolle und lässt sich lernen.“

Applaus für die ersten Erfolge

Ich liebe den Anblick junger Eltern, die freudig aufschreien und applaudieren, wenn ihre Kinder die ersten Schritte unternehmen oder das erste, nur im Ansatz verständliche Wort sagen. Was für einen Erfolg! Was für eine Freude! Und was für eine Bekräftigung für ihr Kind genau so weiterzumachen.

Sara Michalik
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Erziehung ist mehr als eine Verhaltensmodifikation!

…und jetzt nur noch Kritik?

Werden Entwicklungsschritte selbstverständlich, laufen wir mit zunehmendem Alter der Kinder in Gefahr, uns nicht mehr mit ihnen über ihre Erfolge zu freuen. Wie kommt es, dass uns häufig zunehmend nur noch auffällt, wenn das Kind scheitert oder ein Problem hat (macht)? Ich weiss darauf auch keine Antwort und gestehe, dass ich in meiner vielbeschäftigten Rolle als Mutter auch immer wieder zu dieser einseitigen Wahrnehmung auf das Schwierige und Negative tendiere. – Wir kennen das ja auch aus der Arbeitswelt. In der Schweiz gilt das Sprichwort: Solange der Chef nichts sagt, ist das Lob genug. Wie unbefriedigend und frustrierend so ein Arbeitsverhältnis ist, erfahren viele von uns immer wieder am eigenen Leib. Folgen davon: Entweder zweifle ich an meiner Arbeit und mir selber, oder ich verliere den Respekt vor meinem Chef.

So sollte es unseren Kindern definitiv nicht gehen!

Ein einfaches Rezept aus der Praxis

Als Therapeutin gebe ich ratsuchenden Elternpaare gerne folgende Aufgabe:

Setzten Sie sich an einem Abend hin und notieren Sie sich – am besten gleich zusammen mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin – was ihr Kind in den letzten Tagen / Wochen alles gemeistert hat. Schreiben Sie auf, über was Sie sich bei Ihrem Kind freuen können. Und bitte beachten Sie: es geht hier bei weitem nicht nur um Erfolge im Leistungsbereich!

 Wenn beide Elternpaare zu diesem Abendprogramm bereit sind, schreiben Sie es unabhängig voneinander auf und vergleichen Sie Ihre Ergebnisse. Was fand der Vater besonders erwähnenswert? Was die Mutter?

 Als weiterer Schritt kann man dies dem Kind selber einmal vorlesen oder von den Erkenntnissen berichten. Wie wird es wohl reagieren?

Erinnert Sie das an etwas?

Ja, die meisten von uns schrieben in den ersten Lebensmonaten liebend gerne alle wichtigen Entwicklungsschritte in ein Babybuch. Tun Sie es doch weiterhin! Das Buch hätte dann vielleicht den Titel:

Die grössten Meilensteine meines Kindes!

Und das Beste daran: Wir können nicht nur stolz sein auf unsere Kinder sondern auch auf uns als Eltern!

Was heisst das jetzt aber konkret?

Ich würde raten, tun wir es genau auf die Art und Weise, wie es junge Eltern intuitiv richtig bei ihren Kleinkinder machen:

  • Unterstützen Sie Ihr Kind dabei herauszufinden, was es gerne macht. Es geht nicht darum, was uns wichtig scheint, sondern um das, wo das Kind Befriedigung und Freude erlebt. Das Kind soll seine eigenen Vorlieben und Talente entdecken dürfen. Sehr oft eröffnen uns dann diese Stärken auch einen Weg sich an die Schwächen heranzuwagen. Wenn wir jedoch nur daran arbeiten möchten, dass das Kind Defizite abbaut, werden wir das Kind entmutigen und desmotivieren. Es wird sich verständlicherweise gegen uns oder diese Defizite auflehnen und sie abwehren.
  • Bemerken Sie die Entwicklungsschritte, die Erfolge des Kindes / des Jugendlichen. Wenn es im Moment eher viele schwierige Phasen und Reaktionen ihres Kindes gibt, konzentrieren Sie sich umso mehr auf die guten Momente. Wenn das Kind das Gefühl bekommt, wir trauen ihm nichts zu, dann wird es ebenfalls entmutigt.
  • Freuen Sie sich mit dem Kind / dem Jugendlichen. Zeigen Sie Ihre Freude und Ihren Stolz offen. – Ja klar, vielleicht nicht mehr ganz so überschwänglich je älter es wird, es soll dem Kind ja auch nicht peinlich werden, aber es darf ruhig auch mal hören, dass man stolz ist: „Ich bin stolz, dass du heute den ganzen Schulweg alleine gemeistert hast. Es hat mich sehr gefreut, dass du dir das zugetraut hast.“ „Es freut mich, dass du zuerst die Hausaufgaben gelöst hast, bevor du mit den Kumpels abgemacht hast.“ Besonders wirksam sind also Worte, die nicht nur ein Lob (das hast du gut gemacht) aussprechen sondern auch ausdrücken, wie ich mich als Elternteil fühle.
  • Fragen Sie das Kind nach seinen eigenen Gefühlen: „Wie hast du dich dabei gefühlt? Ab wann hast du gemerkt, dass du es selber schaffst? …“ So ermöglichen Sie dem Kind, dass es sich und seine Stärken und Bedürfnisse besser wahrnimmt und Gefühle zu differenzieren lernt.
  • Trauen Sie Ihrem Kind / Ihrem Jugendlichen richtig viel zu. Übergeben Sie ihm die Verantwortung für die anstehenden Aufgaben. Es sollen seine Erfolge sein.

Das wichtigste zum Schluss

Wir Eltern müssen unseren Kinder immer wieder sehr viel zutrauen und an-vertrauen. Wenn wir zurückblicken und überlegen, wie das Kind laufen lernte, ist klar, dass wir das Kind öfter hinfallen lassen mussten damit es überhaupt laufen lernen konnte. Es musste ausprobieren, hinfallen und scheitern. Das gehört dazu, das ganze Leben lang. Oder anders formuliert:

Nur wer ausprobieren und scheitern darf, kann erfolgreich werden.


ZUM WEITERLESEN:*


 

Das bedeutet letztlich auch:

Erfolgreich sind die Kinder, die auch Misserfolge machen dürfen.

Übrigens: Dies trifft auch auf uns Erwachsene und Eltern zu: Scheitern gehört dazu. Wir müssen nicht perfekt sein! Lesen Sie auch folgenden Artikel: Wie erziehe ich mein Kind richtig? – Bitte nicht ganz so perfekt, Scheitern gehört dazu!

Und wie machen Sie das?

Helfen Sie anderen Eltern in dem Sie Ihre Erfahrungen oder Ideen hier unter dem Artikel in den Kommentaren mitteilen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Ihre

Sara & Peter Michalik


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  1. […] ist uns wirklich wichtig? Der Artikel Erfolgreiche Kinder gibt Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr Kind stärken […]

  2. […] Das erfolgreiche Kind: Wie mit den Konsequenzen verhält es sich übrigens genauso mit den Erfolgen. Wie soll ein Kind stolz sein auf seine Leistung, wenn es der Meinung ist, es hat nur das gemacht oder erreicht, was die Eltern von ihm wollten? Ich kann erst dann wirklich stolz sein, wenn der Erfolg wirklich mir zuzuschreiben ist. Und diese Erfolge können noch so klein sein: Selbständiger Eierkauf gemeistert, einen neuen Weg alleine gelaufen, sich erfolgreich gewehrt gegen einen Peiniger, … (Lesen Sie dazu den Artikel Erfolgreiche Kinder)   […]

  3. […] (Eltern, Lehrpersonen, …) noch eher dazu, zu sparsam damit umzugehen (vgl. auch Artikel Erfolgreiche Kinder). Dennoch sollte uns bewusst sein, dass Lob und Belohnung auch unangemessen sein können und […]

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